Ernährung im Winter aus Sicht der TCM | Montags-Post #28

Dez 7, 2020

Inhaltsverzeichnis

Ni Hao und Guten Morgen!

Schön, dass Du auf die 28. Ausgabe unserer Montags-Post geklickt hast und etwas über die Ernährung im Winter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) erfahren möchtest. Eine angepasste Ernährung in der Winter- und Weihnachtszeit hilft Dir z.B. Erkältungen vorzubeugen, Völlegefühl und Müdigkeit entgegenzuwirken.

Die bioklimatischen Faktoren

Ernährung Winter TCM
Völlegefühl und Bauchschmerzen können auf zuviel Feuchtigkeit hinweisen

In der Montags-Post #10 hast Du schon einiges über die bioklimatischen (pathogenen) Faktoren erfahren. Welche Faktoren kommen in der Winterzeit gehäuft vor? Ganz klar: Kälte und Feuchtigkeit. Lass‘ uns ganz kurz wiederholen, was diese Faktoren bewirken bzw. wie sie sich zeigen.

Kälte:

  • verlangsamt und erstarrt
  • zieht zusammen z.B. die Muskeln
  • schmerzt (stechend)

Feuchtigkeit:

  • Völlegefühl
  • Ödeme
  • Schweregefühl und Schlappheit
  • Ödeme
  • Kopfdruck oder Schmerz
  • Gelenkschwellungen / Ödeme

Was kann bei einem Überfluss der Faktoren passieren?

Wenn Kälte und Feuchtigkeit überwiegen, ist eine Erkältung vorprogrammiert. Auch andere Beschwerden wie z.B. Rückenschmerzen (besonders in der Lendenwirbelsäule), Müdigkeit und Angeschlagenheit können auftreten.

Wie können wir den Faktoren entgegenwirken?

In dem wir genau das Gegenteil verursachen und eine Balance herstellen bzw. wiederherstellen. Das ist das Prinzip von Yin und Yang, erinnerst Du Dich? Überwiegt eine Seite, dann muss die Leere-Seite aufgefüllt und ggf. die Fülle-Seite gedämpft werden. Was heißt das konkret?

Ist uns zu kalt, dann sollten wir uns es warm machen! Warme Kleidung, die Heizung anstellen, warme Speisen und Getränke zu uns nehmen – insbesondere dann, wenn uns innerlich kalt ist.

Ist zu viel Feuchtigkeit im Körper, sollten wir den Körper dabei unterstützen diese loszuwerden. Dafür eignen sich z.B. Tees oder Gewürze. 

Welche Lebensmittel unterstützen?

Bratapfel TCM
Ein gutes Winterrezept: Bratapfel mit Rosinen

Es gibt eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die thermisch warm sind und den Körper stärken. Meist verwenden wir diese schon ganz unbewusst in dieser Jahreszeit. In der Winter- und Weihnachtszeit gibt es typische Gewürze. 

  • Zimt
  • Muskat
  • Gewürznelken
  • Kardamom
  • Orangenschale

sind einige, die thermisch wärmend wirken.

Auch Nüsse sind wahre Energiebomben, die den Körper stärken. Insbesondere die Walnuss, aber auch Maronen sind sehr zu empfehlen. Wenn Dir Fleisch schmeckt, dann sind Huhn, Rind, Lamm und auch Wild in dieser Zeit sehr geeignet. Solltest du kein Fleisch mögen, dann achte bitte darauf, dass viele Hülsenfrüchte auf Deinem Speiseplan stehen.

Suppen, Eintöpfe und auch sogenannten Kraftsuppen sind wunderbare Möglichkeiten, den Körper mit Wärme zu versorgen.

Fenchel-, Kümmel, Anis- oder Ingwer sind geeignete Teesorten.

Was Du noch bei der Ernährung im Winter beachten kannst?

  • meide kalte Speisen und Getränke
  • meide Rohkost
  • gehe vorsichtig mit Südfrüchten um (z.B. Banane, Kiwi) – diese wirkend thermisch kühlend!
  • iss nicht zu viel Quark und Joghurt
  • auch wenn es zur Weihnachtszeit vielleicht besonders schwierig ist: zuviel Süßes belastet den Körper und produziert Feuchtigkeit
  • Speisen direkt aus dem Kühlschrank solltest Du ebenfalls vermeiden

Wir hoffen, dass Du gut in die neue Woche startest und gesund bleibst.

Bis zur nächsten Montags-Post oder schon eher in unserer Praxis!

Eure Praxis Punktuell

Stefan Schultz

Stefan Schultz

Heilpraktiker für Physiotherapie | Physiotherapeut | TCM-Therapeut | Ernährungsberater (TCM)

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